Montag, 27. Mai 2013

Leimtankstelle

Prolog:
Ich hatte in jüngster Vergangenheit durch den Bau der Bienenkästen deutlich mehr Leim benötigt und so ging ich auf die Recherche wo ich größere und somit preisgünstigere Gebinde herbekomme als im Baumarkt.
Zuerst stieß ich auf die üblichen Leimeimer 5, 10 25 Kg usw., war schon kurz davor eine Bestellung abzuschicken bis ich mir die Frage stellte, wie ich denn eigentlich den Leim aus einem Eimer in die schmale Öffnung bekommen sollte. Die in Foren und Anweisungen beschriebenen Methoden (Trichter, Papiertrichter, Schöpfkelle, Leimpumpe oder einfach gut zielen und schütten) gefielen mir nicht wirklich. Dann stieß ich auf diese "Leimtankstelle" von Ponal.
Sie besteht aus einem 5Kg (für mich eine perfekte Menge) Leimschlauch (sog. "Schlauchbeutel"), der in etwa € 25 bis 28 kostet, einer Halterung und einer großen Klemme, die etwa € 15 kostet. Schnell bestellt und wie immer viel zu lange liegen lassen, aber heute fand ich endlich die Zeit und war überrascht wie schnell die Montage von statten geht.



Der Bau:
Mit der Halterung wird eine Schablone mitgeliefert. Von dieser können alle notwendigen Maße entnommen werden. Als Trägerplatte habe ich eine einfache beschichtete 12mm Spanplatte genommen.


Ein kleiner Trick, den ich letztes Jahr auf der Baustelle lernte, ist das Anreißen mit dem Zollstock, sicherlich nicht für alle eine Neuigkeit, aber vielleicht für manche hilfreich, die nicht gerade immer ein zwei Meter lange Leiste oder Streichmaß mit sich führen.


Und hier das Ganze in der Nahaufnahme mit einem anderen Maß.


Nachdem ich die Platte zugeschnitten hatte, faltete ich die Schablone auf zwei Seiten und fixierte sie kurz mit zwei Klötzchen, schließlich galt es nur ein paar wenige Punkte zu übertragen. Also Stechaale raus, ordentlich ansetzen, draufhaun und fertig.


Keine Frage, für die Rückseite wurde wieder eine Hängeleiste à la French Cleat verwendet. Außerdem auch wieder eine gute Möglichkeit die alten, gut sortierten Schlitzschrauben meines Großonkels aufzubrauchen. Dazwischen kamen noch ein paar Tropfen PU-Leim - der muss ja auch mal weg ;O)


Um die Halterung zu montieren zahlte sich wieder mal die langen Bits aus, die ich mir vor einiger Zeit leistete.
Aufgrund der Länge der Trägerplatte war es natürlich notwendig am anderen Ende der Rückseite zwei Stützklötzchen zu montieren. Diese dienten ebenso als "Widerlager" für die große Klemme.


Und so schaut die Leimtankstelle nun an der Wand - mit und ohne Leimschlauch - aus. Und wie immer kann sie jederzeit umgehängt werden.
























Fazit:
  • Der Bau war kein Problem
  • Die Kosten für die Klemme werden sich schnell amortisieren:  Für ein Flasche 550gr. Leim zahlte ich bislang etwas über €10, was einen Kilopreis von €18,18 ausmacht. Nun zahle ich für 5Kg €30 (€27 Leim und €3 für Versand), also €6 pro Kilo.
  • Ich werde zu gegebener Zeit  berichten wie gut sich Flaschen oder andere Behälter befüllen lassen und ob alles so dicht bleibt wie es versprochen wird. Zur Sicherheit werde ich mal eine Klemme aus der Küche bereitlegen.
  • Nichts geht ohne French Cleats ;O)
Ich hoffe Euch wieder etwas Interessantes gezeigt zu haben und wünsche viel Spaß beim Nachmachen.
Sollte jemand den Schlauch schon einsetzen würde ich mich über Erfahrungsberichte und/oder Verbesserungsvorschläge freuen.

Post scriptum:
Ich wollte noch einen kleinen ersten Einsatz zeigen. Ich habe heute meinen Leim-Pinsel-Irgenwas-Spender bekommen und habe diesen sogleich aufgefüllt.

Erst hab ich die Lasche eingefedelt.


Dann auf die Klemme drücken. Der Leim ist nicht so dünnflüßig, dass er gleich rausschießt; mit leichtem Druck auf den Schlauch fängt er an zu fließen.


Wahrscheinlich ist das Ganze nicht notwendig, aber ich hab um Sauereien zu vermeiden noch eine Klammer zu befestigt.


Und so schaut der Spender nun befüllt aus - fertig für den ersten Einsatz. Der Pinsel übrigens mit Holzeinfassung.


Und das Ganze noch mit Deckel.



Liebe Grüße

Euer Martin :O)

Kommentare:

  1. Moin Martin,

    nachdem du jetzt schon das Experiment gewagt hast und mein Leim noch einen Moment hält, warte ich mal auf dein Fazit und werde dann entsprechend meine Entscheidung fällen. Danke für deinen Bericht ;)

    Viele Grüße
    Tobi

    Ps: Es gibt Telefonbedarf...

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Martin,

    interessantes Teil. Hatte ich vorher noch nie gesehen.
    Ich verwende Soudal Leim. Da kostet eine 750ml Flasche D3 Leim 3,60€ und im 5l Kanister (also keine Umfüllprobleme) 14,30€.

    Ne Flasche 750ml PU Leim kostet um die 5€.

    Grüße

    Michael

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Michael,

      Wo kaufst Du den Leim ein?

      Viele Grüsse aus Rheinhessen

      Frank

      Löschen
    2. Hi Frank,

      bei Daniel Maas (dichtstoffhandel.de).
      Grüße

      Michael

      Löschen
  3. Hallo Martin,

    interessanter Bericht. Aber mit 5 KG würde ich Moment wahrscheinlich Jahre auskommen, sodass so ein Schlauch für mich (noch) nicht in Frage kommt.

    Gruß Andi


    AntwortenLöschen
  4. Hallo Martin,

    ein sehr hilfreicher Tip. Vom Prinzip genau das richtige für mich. 5kg ist aber auch schon eine Menge Leim ;)

    Grüße, Rainer

    AntwortenLöschen
  5. Hi Leute,

    Danke für die Resonanz.

    @Micha: hab nach dem Leim gegoogelt aber nicht in der Preislage und tollen Abfüllbarkeit gefunden.

    @Andi und Rainer: Euer beider Kommentar hat mich zum grübeln gebracht - Ihr solltet Euch zusammen tun ;O) Im Grunde keine so schlechte Idee. 5Kg sind für einen Heimwerker sicher nicht ganz wenig, aber man kann sich auch zu zweit/dritt zusammen tun.

    Schönen Tag noch.

    Servus

    Martin :O)

    AntwortenLöschen
  6. Moin Martin,

    dann schau mal bei dichtstoffhandel.de
    Die 5l Kanister haben wie bei einem Kanister gewohnt einen Schraubdeckel. Daher ist das Umfüllen nicht so das Problem wie mit nem Eimer. Man könnte so einen Kanister sogar mit einem Hahn ausstatten.

    Grüße

    Micha

    AntwortenLöschen
  7. Hi Martin, schöner Bericht.
    Kontrolliere ab und zu den Pinsel bei längerem Nichtgebrauch auf Schimmel.
    Meiner setzt nach ca. 3 Monaten Nichtgebrauch eine pelzige Haut an.

    Gruß Jockel

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Martin,

    Wie hat sich das System bewährt. Würdest du es wieder kaufen.

    Gruß

    Martin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      ich kann mit der flexiblen Aufhängung das Teil hin hängen wo ich will. Dank des schmalen Auslasses kann man Leimsparbehälter und Flaschen ohne weiteres wieder auffüllen. Den Leim nehme ich ansonsten auch gerne, da er für mich die richtige Dicke hat und bei Bedarf auch mal mit einigen wenigen Tropfen Wasser gestreckt werden kann.

      Ich hoffe das sind alle wichtigen Infos für Dich ansonsten schreib einfach nochmal.

      Schönen Gruß

      Martin :o)

      Löschen
  9. Hallo Martin,

    Danke für die Antwort. Fragen wurden alle beantwortet. Werde dann jetzt auch mal die Beutel anstatt den Eimern testen.

    Gruß

    Martin

    AntwortenLöschen