Donnerstag, 14. November 2013

29.Oktober 2013 - Schatz, wir haben Würmer!

...Nein, das ist nicht der Auftakt zu einem unerfreulichem Gespräch zu Folgen von Seitensprüngen.
Vielmehr war es ein Anruf meiner Frau nachdem Sie diesen mehr als irritierenden Fund machte. Meine Reaktion war entsprechend.



Wie man an den beiden Bildern sehen kann fanden wir einen Balken, der einen deutlichen Befall zeigte. Wir klopften ihn ab und er klang an und für sich recht massiv, was uns allerdings noch nicht wirklich beruhigte. Ich fand auch ein anderen Sparren einige wenige Löcher, dafür merkte ich dass an den Schalungsbrettern immer wieder einiges an Rinde dran war und diese mittel bis stark befallen war. Entsprechend verunsichert rief ich den Schädlingsbekämpfer an und machte ein Termin.

Zwei Tage später kam dieser und schaute sich den Befall an. Tastete die Balken ab und stellte das fest, was mir damals auch wichtig war, dass das Gebälk sehr trocken ist.
Er gab Entwarnung - Gebälk alt und trocken keine sichtbaren Häufchen oder hörbaren Geräusche. Das Holz klingt stabil und nicht hol. Der Wurm hat sich wohl das geholt was einfach und gut zu erreichen war und hat aufgrund der niedrigen Feuchte und evtl. des schlechten Nahrungsangebots das weite gesucht. Natürlich konnte auch er nicht ausschließen, dass der ein oder andere Wurm noch das ist, hielt es dennoch für unwahrscheinlich.
Er empfahl entweder nichts zu machen und hin und wieder mal nachzusehen oder zur eigenen Beruhigung - und ja das ist mehr als wichtig für uns - eine Behandlung mit einer Borsalzlösung.



Als erstes werden die angegriffenen Stellen und vor allem die Rinde entfernt.
Diese Werkzeuge kommen in Einsatz:
  1. Cutter oder Scharfes Messer
  2. Stemmeisen
  3. Drahtbürsten (Hand und für Akkuschrauber)
  4. Baustrahler
  5. Leiter
  6. Mundschutz
  7. Schutzbrille
  8. Hirabira (Stirnlampe)


Und so schaut der Bub in Kampfmontur aus. Ach ja eine umgedrehte Baseballcap ist auch nicht ganz blöd, denn man hat einerseits nicht alles in den Haaren und andererseits fällt nicht alles ins Genick.


Hier seht Ihr einen typisches Befallsbild. Der Wurm hat unter der Rinde seine "Tunnel" gefressen.


Hin und wieder sieht man diese großen ovalen Löcher. Hier habe sich die erwachsenen Käfer rausgeknabbert.


Hin und wieder stieß ich auf einen vertrockneten Kokon - sollte da noch ein Würmchen drin gewesen sein war das wohl das Letzte was er gesehen hat.


So weit so gut.

Ich muss Rinde schaben. Die nächsten Schritte werde ich demnächst posten.

Bis dahin allen eine gute Zeit.

Liebe Grüße

Euer Martin :o)

P.S. Hier nun die Fortsetzung 30.Dezember 13 - Schatz, der Wurm ist tot!

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