Sonntag, 9. November 2014

08. April 2014 - Operation Tropfsteinhöhle - Klar Deck

Im Dezember 2013 mussten wir improvisieren und unsere Tropfsteinhöhle, ich meine natürlich unserem Anbau, notdürftig Abdichten. Beim Setzen der oberen Fenster begann ich bereits, einen kleinen Teil der Fliesenabdeckung ab zutragen. Jetzt geht's mal wieder an's Eingemachte.


Und da kniete ich also mal wieder bewaffnet mit Hammer, Schaufel, Schlagbohrmaschine, Eimern und Bauspachtel.


An vielen Stellen war der Fliesenkleber bereits so aufgeweicht und bröselig, dass man einfach mit dem Bauspachtel (Bild rechts unten) und etwas Schwung unter die Fliesen fahren konnte und sich diese gleich lösten.


Wir stemmten dann noch die abgeflexten Halterungen vom Geländer aus. Damit die Dachdecker sauber arbeiten können musste ich noch den restlichen Fliesenkleber mühsam runterkratzen. Ich nahm dafür die große Schlagbohrmaschine mit einem sehr breiten Aufsatz. Diesen setzte ich mit etwas weniger als 90° auf und ließ den Meißel nach vorne rattern. Zeitaufwendig aber wirksam.


Das war aber alles nur Aufwärmen, jetzt ging's richtig zur Sache. Wir mussten nun den maroden Überstand abbrechen. Zuerst schlitzten wir mit dem großen Winkelschleifer und einer Diamanttrennscheibe das Ganze vor. Nachdem man dabei allerdings nur knappe 8cm tief kommt musste der Rest abgebrochen werden.


Die erste Lage war eine Art Estrich und wurde durch eine Art Dachpappe vom übrigen Dach abgetrennt. Die Dachrinne war an Stücken von kleinen Holzbalken befestigt und in der Mauer eingelassen. Die Balken waren an den äußeren Ecken Morsch, das erklärt unter anderem auch die feuchten Stellen innen und den Stockfleck.


Während mein Spezl den immer noch sehr wehrhaften Beton wegstemmt schnitt ich mit dem kleinen Winkelschleifer die Metallhalterungen und die Einfassung des Daches ab.
Damit keine Steine in's Fenster fallen haben wir einfach alles, was lang genug war, davor gestellt.


Fast am Ziel - Sauarbeit!


Hier seht Ihr eine Nahaufnahme von dem Querschnitt. Rechts seht Ihr auch ihr auch das morsche Holz, das aus der Bodenplatte rausspitzelt. Wir haben die morschen Teile ausgebohrt und gestemmt.


Die Löcher vom abmontierten Geländer wurden mit Estrich aufgefüllt.



Ach ja, man muss sich´s auch mal leicht machen: Anstatt die Eimer mit dem Schutt runter zu tragen haben wir diese abgelassen. Spart sehr viel Rennerei! Wenn man es selbst nicht erlebt hat, glaubt man gar nicht, wieviel Schutt man erzeugen kann.


Unten gab es noch einiges an Schutt zum Aufräumen.


Alles sauber!


Ich habe dann noch die Löcher in der Wand und den Randbereich, an dem Putz abgesprungen war, mit Kalkzementputz nachgeputzt.


Tags drauf kam schon der Spengler und hat auf das Dach schon mal die erste Lage aufgebracht:
Zuerst wurde ein Bitumenhaftgrund aufgetragen und...


...dann eine Lage "Dachpappe" aufgeklebt und die Stöße miteinander verschweißt.


Juhu, jetzt macht uns Regen nichts mehr aus.


Endlich haben wir einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht und wir waren sehr beruhigt, endlich das Leck abgedichtet zu haben.

Das Dach wurde dann noch von der Spengler Firma eingefasst und gedämmt, dazu folgt demnächst ein Bericht.

Hoffentlich bis bald und danke für's Reinschauen.

Liebe Grüße

Euer Martin :o)

Kommentare:

  1. Hallo Martin,

    ich bin heilfroh, dass ich das nicht mehr machen muss. Zweimal ist das auch mein Los gewesen. Heute freue ich mich über die geleistete Arbeit. Dir wünsche ich, dass diese auch Dir bald möglich ist und Hut ab, vor Deiner Energieleistung.

    Allzeit gutes Gelingen und viel Erfolg,

    herzliche Grüße

    Uwe

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  2. Grüß Dich Uwe,

    das ist ja mal wieder nett von Dir zu hören .
    Diese Zeilen zu schreiben fällt mir heute recht schwer, da meine Arme schon ziemlich lahm sind von vielen Brech- und Stemmarbeiten - wir machen gerade beide Bäder auf einmal.

    Danke für Dein Lob, es soll mir weiterer Ansporn und Motivation sein.

    Liebe Grüße aus dem Allgäu.

    Martin :o)

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