Donnerstag, 25. Dezember 2014

11.04.2014 - Bullaugenwechsel Wohnzimmer

Als wir unser Häuschen kauften, fanden wir ein nettes Wohnzimmer vor.Eigentlich recht gemütlich, aber irgendwie dachte ich mir immer "da hat doch einer nicht mitgedacht." Aber nun erst mal zwei Schritte zurück.

Das Haus wurde mal um einen Anbau erweitert wie man hier schön sehen kann. Man hat sich damals schon Mühe gegeben. So wurde der Anbau nicht auf eine Bodenplatte gestellt sondern sogar unterkellert. Oben hat man einen Balkon geschaffen.
So weit so gut - Nun aber das ABER...


Hier könnt Ihr das Wohnzimmer von Innen sehen - ja was hat er denn? Nun ja ein Fenster, das man nicht öffnen kann in den Garten und eine Terrassentür, die in Richtung Nordosten zur Hofeinfahrt hin öffnet. Nein an sowas stirbt man nicht, aber schee is ned - wie man bei uns sagt.

Ein Idee musste her und meine liebe Frau hatte sie: Wie wärs mit einer großen Tür in den Garten hinaus. Ein Plan musste her, da kam auch ich wieder ins Spiel. Zumindest für eins war das große Fenster praktisch, es war nämlich schon ein großer Sturz drin, der die Lasten in die Seitenmauern ablastet, somit konnten wir sorglos den Mauerausschnitt nach unten machen und die Mauer ausbrechen und ein neues Fensterelement einsetzen.
Nun war da noch die andere Tür. Zwei Türen nebeneinander - NEIN die muss weg und ein Fenster rein. Plan gemacht - also kanns losgehen.


Einen Arbeitsschritt hab ich leider nicht festgehalten: der Ausbau des festverglasten Fensters.
Im Grunde ist das nicht so wild. Man muss die innenliegenden Leisten demontieren. Bei Holz abschrauben bei Kunststoff, wie bei uns, sind diese Meist nur geklemmt. Ich habe an der unteren langen Seite zwei Holzkeile genommen und die Kunststoffleiste ausgeschoben und gehebelt. Sobald eine Leiste demontiert ist, hat man eigentlich schon gewonnen.
Schließlich kann man das Glaselement herausheben, den Kunststoffrahmen demontieren und fertig.

Die Türe wurde aus den Angeln gehoben und dann der Rahmen ausgebaut.

Nun konnten wie endlich schweres Geschütz auffahren. Mit der großen Flex wurde die Mauer unter dem großen Fenster eingeschlitzt und Bohrhämmern die Mauer weggebrochen.


Hier das Loch der ausgebauten Tür.


Timo, der sich immer über grobe harte Arbeit freut - und selten eine Gelegenheit auslässt sich über meine dünnen Ärmchen lustig zu machen ;o)


So einen schönen Tag muss man nutzen und so arbeiteten wir an beiden Fronten.


Bei der Tür musst nicht allzu viel getan werden, die Seiten wurden Sauber abgestochen und von dem alten PU-Schaum befreit.


















Timo zog in Windeseile ein kleines Mäuerchen hoch, so dass hier das Fenster eingesetzt werden konnte.


Ich schickte mich in der Zeit an den Rand vom Kellerlichtschacht abzuschneiden und einigermaßen stolperfrei zu machen. Dafür hatte ich mit der großen Flex vorgeschnitten, damit das Brechen leichter geht.


Damit wir kein offenes Loch im Boden hätten, habe ich noch einen Falz vorgeschnitten und ihn ausgebrochen.


Man glaubt gar nicht, dass in einem so kleinen Kellerschacht viele viele Eimer Schutt Platz haben.
Der Rahmen des Gitters wurde auf Mörtel gebettet und Gitter eingelegt.
Es sollte nicht hübsch sein, aber sicher. Im Jahr drauf wird sowieso das Haus außen herum aufgegraben und kann der Kellerschacht neu gestaltet werden.


Für den Einbau der Fensterelemente kam mein Spezl Reinhard wieder, der in seinem Leben schon viele Fenster eingebaut hatte.

Nachdem dar Rahmen probehalber eingestellt wurde und schon mal mit Klöztchen grob ins Wasser gebracht wurden, haben wir also wieder das Kompriband und die später einzuputzende Dichtlasche angeklebt.


Der Rahmen wurde nun eingestellt und mit Keilen so festgeklemmt, dass alles sauber im Wasser ist.


Reinhard lässt vorallem beim Ausrichten fünfe NICHT grade sein und der letzte schiefe Millimeter wurde ausgemerzt.


Durch den Rahmen wurde mit einem langen 6er Steinbohrer gebohrt und Fensterbauschrauben gebohrt.


Ebenso wurden Fensterbauschrauben in den Fenstersturz und den Estrich geschraubt. Hierfür mussten die Schrauben gut gefettet werden.


Timo und ich schleppten die erste Tür an - dreifach verglast - Sauschwer!


Der erste Flügel wurde eingesetzt...


...und passte wie angegossen.



Schlepperei die Zweite...


...Einsetzen und ein wenig einstellen.



Man sieht hier noch Schlitze nach außen. Hier hatte sich das Kompriband noch nicht ganz entfaltet.



Sicht von Außen...


...und von Innen.


Das kleine Fenster war dann eigentlich nur noch ein Kinderspiel.

Rahmen einheben und ausrichten...


Kompriband und Innendichtband anbringen.
Wieder reinheben und ins Wasser bringen.


Schön festhalten und nicht dabei einschlafen, während wir gebohrt und haben.


Fenster einheben und Olive (Fenstergriff) anschrauben. Fertig!


Dann musste ich allerdings noch einen blöden Schritt machen. Denn obwohl es ausreichend warm war, ging das Kompiband von einer Rolle nicht auf. Also stellte ich mich noch eine dreiviertel Stunde hin und föhnte das Band so warm, bis es schließlich doch aufging. Dabei musst ich aber natürlich aufpassen, dass nicht doch noch der Lack abgeht... sehr lästig.

Erst dann konnte ich die Fenster ausschäumen und die Bänder mit Flexkleber ankleben.


Ich hoffe Euch hat der Beitrag und vor allem unser Plan gefallen.
Nachbars Katze ist begeistert.




Liebe Grüße

Euer Martin :O)

Kommentare:

  1. Sehr schön! Die Heizungen neben dem Fenster hast Du auch neu eingebaut? War die vorher unter dem Fenster?

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  2. Hallo Martin,

    Mensch bei Euch ist es ja im Winter warm. Alle mit T-Shirt und kurzen Hosen. Wenn das "Mann" nicht richtige Männer sind.

    Sehr schöner Beitrag. Fenster einbauen ist nicht schwer wenn "Jemand" weiß wie es geht.

    Gruß Andi

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  3. Hallo Ihr beiden.

    Die Heizung wurde durch uns besser gesagt den Heizungsinstallateur eingebaut. Wir hatten vorher Nachtspeicheröfen wie man hier auch sehen kann: http://martinswerkstatt.blogspot.de/2013/10/19oktober-2013-wohnzimmerboden-mauerchen.html
    Und als ob Du´s gewust hättest - das wird auch mein nächster Blogeintrag :O)

    Tach Andi... die Bilder sind nicht aktuell - ich häng mit der Berichterstattung deutlich hinterher. Man muss Prioritäten setzen. Aber vielleicht bekomm ich in den nächsten paar Tagen noch einen Bericht raus.

    Wünsche alles Gute.

    Martin :O)

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