Samstag, 25. Juni 2011
Geburtstagsgeschenk 2011 Teil I - Veritas Flachwinkel-Einhandhobel
Das Vorwort:
Letztens stand wieder mein Geburtstag vor der Tür. Für mich ist das immer ein ganz besonderer Tag, da ich eine liebe Familie und Freunde, sowie Freundin hab, die alles machen, um mir diesen Tag schön und erlebnisreich zu gestalten. Und sie schaffen's immer wieder.
Seitdem ich die Schreinerei als Hobby habe, ist es sicherlich für viele meiner Lieben auch leichter geworden, mir ein praktisches und hoch geachtetes Geschenk zu machen.
Und nun war es mal wieder so weit. Ich wurde gefragt, was ich denn brauchen könnte, über was ich mich freuen würde. Nachdem ich von Pedder (schaut unbedingt seinen Blog an), ein Teilnehmer des Woodworking.de - Forums, letztens einen Eisenhobel erworben hatte, war es für mich klar - Ich brauche mehr davon.
Also machte ich eine kleine Umfrage im Woodworking.de - Forum und schnell hatte sich mein Favourit rauskristallisiert: Der Veritas Flachwinkel-Einhandhobel
Da das gute Stück allerdings ein kleines Sümmchen kostet, betrieb meine liebe Freundin etwas Fundraising und konnte mir meinen Wunsch ermöglichen.
An dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank an Claudia, meine Schwestern, die Claudia-Oma, Lutz und Roswitha.
Bestellt wurde der Hobel bei Dieter Schmid - Feine Werkzeuge - wie immer tolle Abwicklung!
Die Präsentation:
Nachts (an meinem Geburtstag) hatte ich schon das Päckchen kurz inspiziert. Kleiner Tipp am Rande: sobald das Hobeleisen aus der Verpackung ist, sollte es mit ein wenig Öl konserviert werden - ich hatte es vergessen und am nächsten Tag ist es bereits etwas angelaufen gewesen.
So schaut der Hobel zusammengebaut aus:
Es sind keine Grate vorhanden und alles sehr präzise und leicht gängig:
Neben der bekannten Einstellung der Tiefe und Winkel des Hobeleisens lässt sich mit der vorderen Messingschraube das Hobelmaul exakt einstellen:
Hier aus anderen Perspektiven:
Das Hobeleisen kam bereits in einem sehr scharfen Zustand - der Unterarm-Rasier-Test verlief positiv.
Der erste Hobeltest in Buche Hirnholz verlief mehr als zufriedenstellend:
Ebenso wurde mir einiges an Zubehör geschenkt. Hier die passenden Holzgriffe:
Die Montage des vorderen Griffs ist leicht, einfach die Messingschraube des Hobelmauls abschrauben und den Holzgriff eindrehen:
Für den hinteren Griff muss der Hobel allerdings nochmals kurz demontiert werden, um die Befestigungsschrauben einzudrehen. Das Lösen der Schrauben, wenn man den hinteren Griff demontieren möchte, sollte dann aber auch ohne komplettes Abbauen möglich sein:
Und so sieht das gute Stück aus mit den Hilfsgriffen:
Ein weiteres Hilfsmittel, das ich dazu bekommen habe, ist der sogenannte Fasenhobelaufsatz:
Wie man hier sehen kann, lässt sich die Breite der Phase durch die beiden oberen Schlitzschrauben einstellen:
Die Befestigung ist denkbar simpel: Einfach den Holzgriff bzw. die Messingschraube vom Hobelmaul abschrauben, den Fasenhobelaufsatz draufsetzen und wieder mit dem Griff oder Schraube befestigen. Die farbigen, verschieden dicken Plastikblätchen werden mitgeliefert, um den Hobelaufsatz auf gleiche Höhe mit der Hobelsohle zu bringen - was will man mehr.
Kleine Anmerkung: Der Holzknauf eignet sich hier wirklich besonders gut, um den Hobel gut zu führen.
Hier wurde der Fasenhobelaufsatz auf die kleinst mögliche Fase eingestellt:
Und hier ein kleiner Test, mit einer "scharfen" Kannte:
Ein paar mal drüber fahren...
...und ein Ergebnis, das Perfektionisten wie mich schwärmen lässt:
Fazit:
Mein bisher kleines Hobelreportoir erweitert sich stetig. Dieser sicherlich sehr spezielle Flachwinkelhobel ist aber in meinem Fall eine sinnvolle Ergänzung. Das Zubehör scheint nach den ersten kurzen Versuchen sehr durchdacht zu sein und wird mir mein Handwerk, das nun mal "nur" mein Hobby ist, wohl erleichtern.
Der Hobel ist sehr sauber gearbeitet und kann sofort in Betrieb genommen werden. Eine Konservierung mit ein paar Tropfen Öl ist empfehlenswert.
Vielen Dank nochmal an alle, die Teil hatten an diesem tollen Geschenk!
In der Überschrift schrieb ich bewusst "Geburtstagsgeschenk 2011 Teil I".
Hier seht Ihr noch kurz Teil II, einen schönen alten Falzhobel, den ich von einem lieben Bekannten geschenkt bekommen habe.
Ich werde hierzu einen extra Eintrag verfassen, da ich den Hobel noch ein wenig aufarbeiten möchte.
Das wird allerdings noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, da ich momentan noch andere Themen angehen muss.
Ich hoffe, dieser Blogeintrag war für Euch wieder interessant und lesenswert.
Liebe Grüße
Euer Martin :o)
Donnerstag, 23. Juni 2011
Fenstereinsatz
Jahreszeiten kommen und gehen. Nach warmen Zeiten, in denen ich, als Winter liebender Mensch, froh war in die erfrischende Kühle meiner Werkstatt zu fliehen, kommt auch die kalte Winterzeit.
In neuen Häusern ist der Keller oft genau so gut gedämmt, wie die oberen Etagen, bei uns in einer 50er Jahre Mietswohnung ist dies nicht so.
Das Problem:
Ich hatte meine Werkbank direkt unter diesem einige Jahrzehnte alten Fenster stehen und bekam den direkten kalten Luftzug ab. In der Werkstatt hatte es dann auch gerne mal gerade 6°C - selbst für mich auf Dauer eindeutig zu kühl. So stellte ich mir einen Heizstrahler rein, der in der kleinen Werkstatt schnell angenehme Wärme verbreitete, der kalte Luftzug war in der Regel aber stärker. Bei einem 2.000 Watt-Lüfter auch nicht sehr ökologisch.
Die Lösung:
Erst dachte ich darüber nach, einfach die Ritzen im Fenster zu zukleben. Da aber das dünne Fensterglas auch sehr kühl abstrahlte, ging ich nochmal in mich und kam darauf, die Verglasung aufzudoppeln.
Das Ganze sollte in einem hölzernen Rahmen Platz finden und die Fensteröffnung gesteckt werden. Echtes Glas schien mir für die Lösung nicht brauchbar, da zu teuer und anfällig für Beschädigungen.
Der Bau:
Viel Material musste ich nicht besorgen: alte Holzleisten hatte ich noch auf Vorrat, Leim und Silikon ebenso. Schließlich benötigte ich nur noch zwei Plexiglasscheiben und eine Rohrummantelung.
Die Leisten wurden gehobelt, für mich der erste mal, dass ich eine Oberfläche hobelte.
Ich hatte überlegt, wie ich die beiden Plexiglasscheiben fixieren sollte. Erst dachte ich daran, eine schmale Leiste im Inneren des Rahmens zu befestigen und dann die Scheiben mit weiteren Leisten zu fixieren. Dann kam mir jedoch die Idee, einfach zwei Nuten mit meiner Handkreissäge zu "fräsen". Da ich die Festool Tauschsäge TS55 mein Eigen nennen darf war es ein Leichtes, mit der Tauchfunktion millimetergenau die Tiefe einzustellen. Die Führungsschiene hatte ich auf etwas höhere Leisten mit den dazugehörigen Zwingen befestigt und die zu nutenden Leisten mit einem Klötzchen von links angepresst.
Nachdem die Leisten mit einer Gehrungssäge abgelängt wurden, nahm ich Maß um die Plexisglasscheiben einzupassen. Die Schnitte machte ich ebenso mit der Tauchsäge und einer niedrigeren Drehzahl.
Was man nich macht, um ein gutes Foto schießen zu können - da wird schon mal aus Bessey Einhandzwingen ein Stativ gebaut. Kann diese übrigens wärmsten empfehlen, sicherlich weniger zum Pressen, als einfach mal kurz etwas zu arritieren (Einen sehr guten Versand findet Ihr in meiner Linkliste).
Um die Nuten dicht zu machen nahm ich einfach Silikon.
Der Rahmen wurde zusammengeleimt und noch mit kleinen Spax verschraubt. Da mir zu diesem Zeitpunkt noch lange Schraubzwingen fehlten, befestigte ich an der linken Seite eine Leiste als Anschlag...
...auf der anderen Seite wurden zwei Keile mit kleinen Schraubzwingen befestigt. Zwei Gegenkeile wurden gleichmäßig eingeschlagen, um vorsichtig Druck aufzubauen.
Die Rohrummantelung wurde der Länge nach mit einem Cutter aufgetrennt und anschließend mit einer Heißklebepistole aufgeklebt. Allerdings sollte man hier aufpassen den Kleber nicht zu nah auf den Schaumstoff zu tropfen, da dieser sich unter der Hitze zusammenzieht. Zur weiteren Fixierung wurden kleine Nägel eingeklopft. Noch die Schutzfolien abgezogen und schon war der Fenstereinsatz fertig.
Ich hatte allerdings etwas zu knapp gemessen und mit weniger Reibung beim Einsetzen gerechnet. So konnte ich es selbst mit gezielten Hammerschlägen nicht hinbekommen, den Einsatz gerade zu positionieren.
Wie sich aber herausstellte, war das kein Problem. Die Rohrummantelung dichtete alles gut ab. Und da ich nun im Grunde eine Dreifachverglasung hatte, strahlte auch keine Kälte mehr von der Scheiben ab. Ein weitere Nebeneffekt, dass sich mein Heizgebläse dank der isolierenden Wirkung nun immer wieder für zehn bis zwanzig Minuten abschaltete und dann maximal fünf Minuten heizte.
Da ich mir sicher bin, dass es den ein oder anderen gibt, der seine Werkstatt auch in einem so alten Keller hat und nicht gleich viel Geld in die Hand nehmen möchte, um ein neues Fenster einzusetzen, hoffe ich, eine gute Idee geliefert zu haben.
Viel Spaß beim Nachbauen.
Schöne Grüße
Euer
Martin :o)
In neuen Häusern ist der Keller oft genau so gut gedämmt, wie die oberen Etagen, bei uns in einer 50er Jahre Mietswohnung ist dies nicht so.
Das Problem:
Ich hatte meine Werkbank direkt unter diesem einige Jahrzehnte alten Fenster stehen und bekam den direkten kalten Luftzug ab. In der Werkstatt hatte es dann auch gerne mal gerade 6°C - selbst für mich auf Dauer eindeutig zu kühl. So stellte ich mir einen Heizstrahler rein, der in der kleinen Werkstatt schnell angenehme Wärme verbreitete, der kalte Luftzug war in der Regel aber stärker. Bei einem 2.000 Watt-Lüfter auch nicht sehr ökologisch.
Die Lösung:
Erst dachte ich darüber nach, einfach die Ritzen im Fenster zu zukleben. Da aber das dünne Fensterglas auch sehr kühl abstrahlte, ging ich nochmal in mich und kam darauf, die Verglasung aufzudoppeln.
Das Ganze sollte in einem hölzernen Rahmen Platz finden und die Fensteröffnung gesteckt werden. Echtes Glas schien mir für die Lösung nicht brauchbar, da zu teuer und anfällig für Beschädigungen.
Der Bau:
Viel Material musste ich nicht besorgen: alte Holzleisten hatte ich noch auf Vorrat, Leim und Silikon ebenso. Schließlich benötigte ich nur noch zwei Plexiglasscheiben und eine Rohrummantelung.
Die Leisten wurden gehobelt, für mich der erste mal, dass ich eine Oberfläche hobelte.
Ich hatte überlegt, wie ich die beiden Plexiglasscheiben fixieren sollte. Erst dachte ich daran, eine schmale Leiste im Inneren des Rahmens zu befestigen und dann die Scheiben mit weiteren Leisten zu fixieren. Dann kam mir jedoch die Idee, einfach zwei Nuten mit meiner Handkreissäge zu "fräsen". Da ich die Festool Tauschsäge TS55 mein Eigen nennen darf war es ein Leichtes, mit der Tauchfunktion millimetergenau die Tiefe einzustellen. Die Führungsschiene hatte ich auf etwas höhere Leisten mit den dazugehörigen Zwingen befestigt und die zu nutenden Leisten mit einem Klötzchen von links angepresst.
Nachdem die Leisten mit einer Gehrungssäge abgelängt wurden, nahm ich Maß um die Plexisglasscheiben einzupassen. Die Schnitte machte ich ebenso mit der Tauchsäge und einer niedrigeren Drehzahl.
Was man nich macht, um ein gutes Foto schießen zu können - da wird schon mal aus Bessey Einhandzwingen ein Stativ gebaut. Kann diese übrigens wärmsten empfehlen, sicherlich weniger zum Pressen, als einfach mal kurz etwas zu arritieren (Einen sehr guten Versand findet Ihr in meiner Linkliste).
Um die Nuten dicht zu machen nahm ich einfach Silikon.
Der Rahmen wurde zusammengeleimt und noch mit kleinen Spax verschraubt. Da mir zu diesem Zeitpunkt noch lange Schraubzwingen fehlten, befestigte ich an der linken Seite eine Leiste als Anschlag...
...auf der anderen Seite wurden zwei Keile mit kleinen Schraubzwingen befestigt. Zwei Gegenkeile wurden gleichmäßig eingeschlagen, um vorsichtig Druck aufzubauen.
Die Rohrummantelung wurde der Länge nach mit einem Cutter aufgetrennt und anschließend mit einer Heißklebepistole aufgeklebt. Allerdings sollte man hier aufpassen den Kleber nicht zu nah auf den Schaumstoff zu tropfen, da dieser sich unter der Hitze zusammenzieht. Zur weiteren Fixierung wurden kleine Nägel eingeklopft. Noch die Schutzfolien abgezogen und schon war der Fenstereinsatz fertig.
Ich hatte allerdings etwas zu knapp gemessen und mit weniger Reibung beim Einsetzen gerechnet. So konnte ich es selbst mit gezielten Hammerschlägen nicht hinbekommen, den Einsatz gerade zu positionieren.
Wie sich aber herausstellte, war das kein Problem. Die Rohrummantelung dichtete alles gut ab. Und da ich nun im Grunde eine Dreifachverglasung hatte, strahlte auch keine Kälte mehr von der Scheiben ab. Ein weitere Nebeneffekt, dass sich mein Heizgebläse dank der isolierenden Wirkung nun immer wieder für zehn bis zwanzig Minuten abschaltete und dann maximal fünf Minuten heizte.
Da ich mir sicher bin, dass es den ein oder anderen gibt, der seine Werkstatt auch in einem so alten Keller hat und nicht gleich viel Geld in die Hand nehmen möchte, um ein neues Fenster einzusetzen, hoffe ich, eine gute Idee geliefert zu haben.
Viel Spaß beim Nachbauen.
Schöne Grüße
Euer
Martin :o)
Sonntag, 5. Juni 2011
Flaschenhalter
Ich hatte in meinen ersten Schritten Einrichtungsgegenstände für meine Werkstatt gebaut.
Nun hieß es ein Problem in meiner Wohnung zu lösen.
Das Problem:
Jeder Haushalt besitzt sicherlich ein Sammelsurium von Tupperdosen und Gegenständen die anscheinend eine erhöhte Affinität zur Gravitationskraft besitzen (ich sollte dies mal mit einem Freund, der Physikleherer ist, erörtern). Man macht einen Schrank auf und schon kommt einem alles Mögliche entgegen - so auch bei uns.
Ein sehr spezielles Problem bei uns waren leere Plastikflaschen aufgrund ihres geringen Gewichtes und des oben beschriebenen Phänomens, das hier anscheinend noch extremer wirkt.
Die Lösung:
Ich wollte ein System haben, das die Flaschen ordentlich aufreiht und dabei nicht zu viel Platz verbraucht - und den kaum berechenbaren Gravitationsphänomen entgegenwirkt. Beim Haarekämmen kam mir, wohl durch die Stimulation meiner Kopfhaut, dabei die Lösung: Ich brauche eigentlich nur einen großen umgedrehten Kamm.
Der Bau:
Die Herstellung erwies sich als relativ simpel. Zuerst hab ich ein Kantel zugeschnitten ca. 800x50x30mm und beschliffen.
Dann wurde am Bohrständer zwei Leisten festgeklemmt, die eine, um den Kantel im gleichen Abstand und Winkel zu führen und die andere, um einen leicht schrägen Winkel für die Bohrungen zu ermöglichen.
Dann wurden Rundstäbe in gleicher Länge zugeschnitten, die Kanten an den Enden gebrochen und die Stäbe verschliffen:
Dann wurden die Stäbe verleimt und in einem leicht ansteigenden Winkel festgeklemmt:
Zum Schluss wurde, um den Aspekt der Platzersparnis zu berücksichtigen, der Flaschenhalter an die Unterseite des darüberliegenden Fachs geschraubt:
Wieder eingebaut sieht das Ergebnis wie folgt aus:
Die Gravitationsanomalie wurde erfolgreich ausgeglichen - ich sollte der NASA schrieben. Die Wirkung hat allerdings leider nur begrenzte Wirkung auf Flaschen.
Das allgemeine Tupper-Gravitations-Chaos-Theorem erfordert noch einer Lösung.
Mein Lösungsansatz ist nicht patentiert und wird es auch nicht, da ich mein Forschungsergebnis dem Wohle der Menschheit widme.
Sollte also jemand schon Ergebnisse im Tupper-Gravitations-Chaos-Theorem haben, würde es mich freuen, wenn er es mir gleich tut und mir die Ergebnisse mitteilt.
Ich hoffe, es hat wieder mal etwas Spaß gemacht, meinem Schaffen zu folgen.
Über Kommentare, Verbesserungsmöglichkeiten, Lob und (nur wenig) Kritik würde ich mich wie immer sehr freuen.
An dieser Stelle muss ich meiner Verwunderung Kundtun, dass sich noch kein Sponsor, Gönner oder Stifter für mein Tun gefunden hat.
Anfragen behandle ich natürlich vertraulich.
Liebe Grüße
Martin :o)
Nun hieß es ein Problem in meiner Wohnung zu lösen.
Das Problem:
Jeder Haushalt besitzt sicherlich ein Sammelsurium von Tupperdosen und Gegenständen die anscheinend eine erhöhte Affinität zur Gravitationskraft besitzen (ich sollte dies mal mit einem Freund, der Physikleherer ist, erörtern). Man macht einen Schrank auf und schon kommt einem alles Mögliche entgegen - so auch bei uns.
Ein sehr spezielles Problem bei uns waren leere Plastikflaschen aufgrund ihres geringen Gewichtes und des oben beschriebenen Phänomens, das hier anscheinend noch extremer wirkt.
Die Lösung:
Ich wollte ein System haben, das die Flaschen ordentlich aufreiht und dabei nicht zu viel Platz verbraucht - und den kaum berechenbaren Gravitationsphänomen entgegenwirkt. Beim Haarekämmen kam mir, wohl durch die Stimulation meiner Kopfhaut, dabei die Lösung: Ich brauche eigentlich nur einen großen umgedrehten Kamm.
Der Bau:
Die Herstellung erwies sich als relativ simpel. Zuerst hab ich ein Kantel zugeschnitten ca. 800x50x30mm und beschliffen.
Dann wurde am Bohrständer zwei Leisten festgeklemmt, die eine, um den Kantel im gleichen Abstand und Winkel zu führen und die andere, um einen leicht schrägen Winkel für die Bohrungen zu ermöglichen.
Dann wurden Rundstäbe in gleicher Länge zugeschnitten, die Kanten an den Enden gebrochen und die Stäbe verschliffen:
Dann wurden die Stäbe verleimt und in einem leicht ansteigenden Winkel festgeklemmt:
Zum Schluss wurde, um den Aspekt der Platzersparnis zu berücksichtigen, der Flaschenhalter an die Unterseite des darüberliegenden Fachs geschraubt:
Wieder eingebaut sieht das Ergebnis wie folgt aus:
Die Gravitationsanomalie wurde erfolgreich ausgeglichen - ich sollte der NASA schrieben. Die Wirkung hat allerdings leider nur begrenzte Wirkung auf Flaschen.
Das allgemeine Tupper-Gravitations-Chaos-Theorem erfordert noch einer Lösung.
Mein Lösungsansatz ist nicht patentiert und wird es auch nicht, da ich mein Forschungsergebnis dem Wohle der Menschheit widme.
Sollte also jemand schon Ergebnisse im Tupper-Gravitations-Chaos-Theorem haben, würde es mich freuen, wenn er es mir gleich tut und mir die Ergebnisse mitteilt.
Ich hoffe, es hat wieder mal etwas Spaß gemacht, meinem Schaffen zu folgen.
Über Kommentare, Verbesserungsmöglichkeiten, Lob und (nur wenig) Kritik würde ich mich wie immer sehr freuen.
An dieser Stelle muss ich meiner Verwunderung Kundtun, dass sich noch kein Sponsor, Gönner oder Stifter für mein Tun gefunden hat.
Anfragen behandle ich natürlich vertraulich.
Liebe Grüße
Martin :o)
Freitag, 3. Juni 2011
Werkbank
Nun hatte ich schon eine Zeit lang in meiner Werkstatt verbracht, doch ein Problem hatte ich immer noch. Ich hatte keine richtige Arbeitsfläche, die hoch genug war um nicht ständig Rückenschmerzen zu bekommen und eine Möglichkeit meine Werkstücke einzuspannen.
Es musste also eine Werkbank her!
Die Recherchen im Internet ergaben zwei Probleme:
1.) Eine richtige Hobelbank ist zu teuer.
2.) Ich habe zu wenig Platz
Meine ersten Überlegungen:
Ich hatte bisher den kleinen Kinder-/Jugendschreibtisch meiner Mutter als "Werkbank" verwendet. Gerade mal 70cm hoch und 40cm tief. Aber durch die beiden Unterschränke, die ich wg. des Stauraumes nicht missen wollte, bildete dieser Tisch das Fundament meiner zukünftigen Werkbank.
Darauf sollte eine Konstruktion mit einer normalen 40mm starken Tischarbeitsplatte als Abschluss.
Die Konstruktion wollte ich mit Schlitz-und Zapfenverbindungen machen - bei dem niedrigen Aufbau eigentlich "Perlen vor die Säue" aber mich reizte die technische Herausforderung.
Die Bank sollte zum ein recht hoch werden, um stets aufrecht arbeiten zu können und zugleich das Monster (siehe älterer Eintrag ;o) nicht zu hoch sitzen.
Außerdem wollte ich auf keinen Fall mehr als €150,- ausgeben. Was ich letztendlich auch geschafft habe.
Da man für so ein Vorhaben doch etwas Platz braucht, erhielt ich die Erlaubnis eines Freundes, der über sehr viel Platz in seiner Topausgestatteten Werkstatt verfügt.
Zuerst wurden die Holzbalken, Boden und Decke abgelängt:
Wie bereits erwähnt wollte ich einige Technicken probieren, wie hier z.B. diese Schlitz-und Zapfenverbindung:
Die langen Teile wurden per Hand abgesetzt:
Obwohl ich bei Kauf des Holzes aufgepasst hatte waren leider die Balken etwas verzogen.
Um schneller und präzise voranzukommen habe ich für die Schlitzarbeiten auf die Tischkreissäge zurückgegriffen:
Immer wieder wurde die Passung geprüft:
Wie ich bei anderen Hobelbänken abgeschaut hatte verwende ich lange Schrauben mit Muttern um noch mehr "Zug" und Stabilität zu erzeugen. Außerdem fand ich keine "3-Achsige" Holzverbindung, der ich die Belastung zu traute. Für die Schrauben wurde hier schon mal durchgebohrt:
Am anderen Balken wurde erst mit einem Forstnerbohrer ein Loch gesenkt und anschließend für die Muttern mehr Platz ausgestemmt, wie ich bei der Montage merken musste etwas zu wenig Platz für den Schraubenschlüssel:
Wie beschrieben sollte ja mein doch recht massiver Schraubstock auf der Hobelbank einen sicheren Platz finden und nicht zu hoch sein. Dafür plante ich in der oberen Arbeitsplatte einen Ausschnitt zu machen, der zum einen zu zwei Seiten hin Halt und zum anderen den Schraubstock 40mm tiefer setzt.
Als Auflage verwendte ich eine Siebdruckplatte, die an zwei Seiten eine Auflage in einem Falz finden sollte. Hier habe ich zum ersten mal mit einer Oberfräse gearbeitet - Toll!
Hier ist der besagte Ausschnitt für das Monster:
Und mal wieder eine "Anprobe":
Da ich mittig noch eine Spannzange installieren wollte, habe ich auf der Tischkreissäge grob vorgeschlitzt...
...und mit Stemmeisen und Bandschleifer nachgearbeitet:
Die Siebdruckauflage für den Schraubstock habe ich an die Unterseite der Arbeitsplatte geleimt (zuvor noch die Beschichtung aufgeraut) und verschraubt:
Nächster Schritt: Verleimen - hier sieht man auch gut die Ausfräsung für die Siebdruckplatte:
Die Spannzange wurde mit zwei dicken Holzschrauben und von vorne mit zwei langen Spax befestigt:
Auch die Arbeitsplatte wurde noch ordentlich verschraubt:
Zum Schluss kam meinem Freund noch die gute Idee an der Rückseite eine Leiste zu befestigen, damit nichts zwischen Wand und Werkbank kullert:
Neulich habe ich endlich mal die Zeit und Muse gefunden eine entsprechende Befestigung für den Schraubstock zu machen. Die Schrauben lassen sich auch schnell wieder lösen:
Der Aufsatz, festgeschraubt am Tisch, bringt zwar einiges an Masse mit, um aber die letzten Wackler zu eleminieren habe ich das Ganze mit einfachen Winkeln noch an die Wand gedübelt:
Und so sieht das Ganze nun in meiner neuen Werkstatt aus:
Eine richtige Hobelbank wäre vielleicht an manchen Tagen doch etwas praktischer. Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und habe für meine Begriffe ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis erreicht.
Ich werde wohl demnächst als Verbesserung noch T-Nutschienen zur Befestigung von Werkstücken einfräsen.
Hier nochmal einen herzlichen Dank auch an Uli, dass ich sogar an seinem (erst verschwiegenem) Geburtstag in seine Werkstatt durfte - auf die Frage warum er nichts gesagt hat meinte er nur trocken "Dann wärst ja ned gekommen!" :o)
Für Verbesserungs- und/oder Erweiterungsvorschläge bin ich immer offen. Ebenso für Spenden für eine richtige Hobelbank.
Bis zum nächsten Projekt
Euer Martin :o)
Es musste also eine Werkbank her!
Die Recherchen im Internet ergaben zwei Probleme:
1.) Eine richtige Hobelbank ist zu teuer.
2.) Ich habe zu wenig Platz
Meine ersten Überlegungen:
Ich hatte bisher den kleinen Kinder-/Jugendschreibtisch meiner Mutter als "Werkbank" verwendet. Gerade mal 70cm hoch und 40cm tief. Aber durch die beiden Unterschränke, die ich wg. des Stauraumes nicht missen wollte, bildete dieser Tisch das Fundament meiner zukünftigen Werkbank.
Darauf sollte eine Konstruktion mit einer normalen 40mm starken Tischarbeitsplatte als Abschluss.
Die Konstruktion wollte ich mit Schlitz-und Zapfenverbindungen machen - bei dem niedrigen Aufbau eigentlich "Perlen vor die Säue" aber mich reizte die technische Herausforderung.
Die Bank sollte zum ein recht hoch werden, um stets aufrecht arbeiten zu können und zugleich das Monster (siehe älterer Eintrag ;o) nicht zu hoch sitzen.
Außerdem wollte ich auf keinen Fall mehr als €150,- ausgeben. Was ich letztendlich auch geschafft habe.
Da man für so ein Vorhaben doch etwas Platz braucht, erhielt ich die Erlaubnis eines Freundes, der über sehr viel Platz in seiner Topausgestatteten Werkstatt verfügt.
Zuerst wurden die Holzbalken, Boden und Decke abgelängt:
Wie bereits erwähnt wollte ich einige Technicken probieren, wie hier z.B. diese Schlitz-und Zapfenverbindung:
Die langen Teile wurden per Hand abgesetzt:
Obwohl ich bei Kauf des Holzes aufgepasst hatte waren leider die Balken etwas verzogen.
Um schneller und präzise voranzukommen habe ich für die Schlitzarbeiten auf die Tischkreissäge zurückgegriffen:
Immer wieder wurde die Passung geprüft:
Wie ich bei anderen Hobelbänken abgeschaut hatte verwende ich lange Schrauben mit Muttern um noch mehr "Zug" und Stabilität zu erzeugen. Außerdem fand ich keine "3-Achsige" Holzverbindung, der ich die Belastung zu traute. Für die Schrauben wurde hier schon mal durchgebohrt:
Am anderen Balken wurde erst mit einem Forstnerbohrer ein Loch gesenkt und anschließend für die Muttern mehr Platz ausgestemmt, wie ich bei der Montage merken musste etwas zu wenig Platz für den Schraubenschlüssel:
Wie beschrieben sollte ja mein doch recht massiver Schraubstock auf der Hobelbank einen sicheren Platz finden und nicht zu hoch sein. Dafür plante ich in der oberen Arbeitsplatte einen Ausschnitt zu machen, der zum einen zu zwei Seiten hin Halt und zum anderen den Schraubstock 40mm tiefer setzt.
Als Auflage verwendte ich eine Siebdruckplatte, die an zwei Seiten eine Auflage in einem Falz finden sollte. Hier habe ich zum ersten mal mit einer Oberfräse gearbeitet - Toll!
Hier ist der besagte Ausschnitt für das Monster:
Und mal wieder eine "Anprobe":
Da ich mittig noch eine Spannzange installieren wollte, habe ich auf der Tischkreissäge grob vorgeschlitzt...
...und mit Stemmeisen und Bandschleifer nachgearbeitet:
Die Siebdruckauflage für den Schraubstock habe ich an die Unterseite der Arbeitsplatte geleimt (zuvor noch die Beschichtung aufgeraut) und verschraubt:
Nächster Schritt: Verleimen - hier sieht man auch gut die Ausfräsung für die Siebdruckplatte:
Die Spannzange wurde mit zwei dicken Holzschrauben und von vorne mit zwei langen Spax befestigt:
Auch die Arbeitsplatte wurde noch ordentlich verschraubt:
Zum Schluss kam meinem Freund noch die gute Idee an der Rückseite eine Leiste zu befestigen, damit nichts zwischen Wand und Werkbank kullert:
Neulich habe ich endlich mal die Zeit und Muse gefunden eine entsprechende Befestigung für den Schraubstock zu machen. Die Schrauben lassen sich auch schnell wieder lösen:
Der Aufsatz, festgeschraubt am Tisch, bringt zwar einiges an Masse mit, um aber die letzten Wackler zu eleminieren habe ich das Ganze mit einfachen Winkeln noch an die Wand gedübelt:
Und so sieht das Ganze nun in meiner neuen Werkstatt aus:
Eine richtige Hobelbank wäre vielleicht an manchen Tagen doch etwas praktischer. Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und habe für meine Begriffe ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis erreicht.
Ich werde wohl demnächst als Verbesserung noch T-Nutschienen zur Befestigung von Werkstücken einfräsen.
Hier nochmal einen herzlichen Dank auch an Uli, dass ich sogar an seinem (erst verschwiegenem) Geburtstag in seine Werkstatt durfte - auf die Frage warum er nichts gesagt hat meinte er nur trocken "Dann wärst ja ned gekommen!" :o)
Für Verbesserungs- und/oder Erweiterungsvorschläge bin ich immer offen. Ebenso für Spenden für eine richtige Hobelbank.
Bis zum nächsten Projekt
Euer Martin :o)
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